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Pilecki-Institut

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Headline: "Wir lernen, dass man niemals aufgeben darf. Wir Menschen suchen nach einem Weg, um trotzdem irgendwie weiterzukämpfen, zu überleben und anderen Menschen ein...
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Instytut Pileckiego

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Headline: Ein Gespräch mit Agnieszka Romaszewska, der Direktorin von Belsat ( Белсат TV), dem einzigen unabhängigen weißrussischen Fernsehsender über die aktuelle Protestbewegung in Weißrussland.

Tausende Menschen protestieren seit Wochen in Weißrussland und tragen demonstrativ Schutzmasken, um auf diesem Wege ihren Widerstand gegen den authoritären Präsidenten Aleksander Lukaszenka kund zu tun, welcher bekanntlich den Coronavirus als eine Art „Massenpsychose“ bezeichnet hat. Es sind bewegende, historisch vielleicht sehr bedeutsame Augenblicke, die aber aktuell in den Medien kaum thematisiert werden. Wir wollen dies ändern und haben deswegen Agnieszka Romaszewska, die Direktorin von Bielsat, dem einzigem unabhängigen weißrussischen Fernsehsender, gefragt, was denn da in Weißrussland eigentlich los ist. Es ist zugleich die erste Folge unserer neuen Gesprächs- und Videoreihe: Fragile Freiheit, fragile Demokratie.

Laut Freedom House Index war 2005 das letzte Jahr, wo Demokratie und Rechtsstaat global gesehen an Zuwachs und Bedeutung gewannen. Der seitdem eintretende entgegengesetzte Trend hüllt sich in „Realpolitik“, Großmachtszynimus und dem konsequenten Schweigen zu Menschenrechten. Er nimmt zudem auch immer häufiger die Form gewisser verbreiteter Feuilletonsweisheiten an, welche dem Demokratieoptimismus und „Ende der Geschichte“ Denkmustern der 90er mit reinem Argwohn und herabschauender Skepsis begegnen.

Das hat mehrere problematische Konsequenzen zufolge. Der polnische Poet Adam Mickiewicz schrieb einmal: „Wie die Gesundheit bist du, mein Vaterland! Wer dich noch nie verloren, der hat dich nicht erkannt.“ Es reicht „Vaterland“ mit Freiheit zu ersetzen, um sich bewusst zu werden, was hier eigentlich auf dem Spiel steht.

Viel gravierender jedoch ist, dass diese Herangehensweise wichtige politische Graswurzelbewegungen und Demokratiepotentatiale, die es global gesehen immer noch zu Genüge gibt, verkennt. In unserer neue
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Headline: Heute ist der 78. Jahrestag der Liquidierung des Warschauer Ghettos – eine besonders folgenschwere, großangelegte Deportierungsmaßnahme des deutschen Besatzungsregimes, die das Ziel verfolgte, die Juden im Warschauer Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka zu bringen. Wir gedenken allen Opfern und möchten außerdem an das Mitglied der polnischen Exilregierung Szmul Zygielbojm erinnern, der später aus Protest gegen die fehlende Reaktion der internationalen Öffentlichkeit Selbstmord beging

Offiziell wurde sie seitens des deutschen Besatzungsregimes als „Übersiedlung in den Osten“ angekündigt. Im Hintergrund fand die Aktion Reinhardt statt, die darin münden sollte, alle Juden, die sich im sogenannten Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete befanden, zu vernichten.

Adam Czerniakow, der als Leiter Judenrats diese Entscheidung „unterschrieben“ hatte, nahm sich am nächsten Tag das Leben. In seinem Abschiedsbrief schrieb er: „Sie fordern von mir, dass ich mit meinen eigenen Händen die Kinder meines eigenen Volkes umbringe. Mir bleibt nichts anderes übrig, als selber den Weg des Todes zu gehen“.

Anfangs wussten die die im Ghetto festgehaltenen Juden noch nicht, was sie erwartete. Manche meldeten sich gar freiwillig zum Transport, zumal man sie auch lockte (z.B. durch etwas größere Mahlzeiten). In den Wochen zuvor hörte man zwar immer wieder davon, dass andere, kleinere Ghettos liquidiert wurden, aber es wirkte abwegig und unwahrscheinlich, dass man die gut 380.000 in Warschau ansässigen Juden allesamt auf einen Schlag eliminieren wolle.

Tag für Tag wurden zwischen 5.000 und 10.000 Juden in Massentransports in das Vernichtungslager gebracht. Kleinere Gruppen von Männern wurden in Arbeitslager geschickt – wer alt, krank und brüchig war, wurde häufig vor Ort erschossen.
Symbolisch-berüchtigt war der sog. Umschlagsplatz, wo die Menschen in unmenschlichen Verhältnissen einquartiert wurden, bevor sie dann in Viehwaggons landeten. Innerhalb von zwei
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Headline: "Untergegangene Welten. Totalitäre Regime und das Ende des multikulturellen Osteuropas" - 01.10.2020, eine Online-Diskussion mit Prof. Marek Cichocki, Gerhard Gnauck, Prof. Ewa Thompson und Hanna Radziejowska.

Registrierung: https://zoom.us/webinar/register/WN_D8ulrFyMTwum_RAnKRlHtg

Eine gegenwärtige, weit verbreitete Auffassung besagt, dass die heutige polnische Identität aus zwei Komponenten besteht: dem ethnisch-homogenen Kern und katholischen Glauben. Kein Wunder, dass wenn Pol*innen heute über ihre Identität und Nation sprechen, spontan solche Bilder im Kopf des Zuhörers hervorgerufen werden. Und doch haftet dem ein Paradoxon an: Laut Prof. Adam Zamoyski ist eine rein ethnische Definition des Polentums im Grunde genommen stalinistischer Provenienz. Das heißt, dass sie von außen gewaltsam eingeführt wurde und zudem deutlich jüngeren Datums ist.

Wenn man sich auf Wurzelsuche, eine Art "Archäologie des Polentums", um hier Michel Foucault zu paraphrasieren, begibt, wird einem schnell klar, dass der klassische, ursprüngliche Begriff des Polentums mit seiner postjaltanischen Variante nicht viel zu tun hat. Denn ersterer speiste sich aus einer mehrere hundert Jahre dauernden multikulturellen Entwicklung, einer politisch-republikanischen Vorstellung der Nation (die der amerikanischen Definition ähnelt) und einem internalisierten kulturell geprägten Nationsbegriff.

Wer also Pole oder Polin sein wollte, sah sich nicht gezwungen, sein Glück dem Schicksal zu überlassen und auf polnische Vorfahren zu hoffen, sondern konnte sich bewusst dafür entscheiden. Eine Entscheidung, die, bedingt durch die zunächst 123-jährige Phase der St
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Headline: "Untergegangene Welten. Totalitäre Regime und das Ende des multikulturellen Osteuropas" - 01.10.2020, eine Online-Diskussion mit Prof. Marek Cichocki, Gerhard Gnauck, Prof. Ewa Thompson und Hanna Radziejowska.

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Eine gegenwärtige, weit verbreitete Auffassung besagt, dass die heutige polnische Identität aus zwei Komponenten besteht: dem ethnisch-homogenen Kern und katholischen Glauben. Kein Wunder, dass wenn Pol*innen heute über ihre Identität und Nation sprechen, spontan solche Bilder im Kopf des Zuhörers hervorgerufen werden. Und doch haftet dem ein Paradoxon an: Laut Prof. Adam Zamoyski ist eine rein ethnische Definition des Polentums im Grunde genommen stalinistischer Provenienz. Das heißt, dass sie von außen gewaltsam eingeführt wurde und zudem deutlich jüngeren Datums ist.

Wenn man sich auf Wurzelsuche, eine Art "Archäologie des Polentums", um hier Michel Foucault zu paraphrasieren, begibt, wird einem schnell klar, dass der klassische, ursprüngliche Begriff des Polentums mit seiner postjaltanischen Variante nicht viel zu tun hat. Denn ersterer speiste sich aus einer mehrere hundert Jahre dauernden multikulturellen Entwicklung, einer politisch-republikanischen Vorstellung der Nation (die der amerikanischen Definition ähnelt) und einem internalisierten kulturell geprägten Nationsbegriff.

Wer also Pole oder Polin sein wollte, sah sich nicht gezwungen, sein Glück dem Schicksal zu überlassen und auf polnische Vorfahren zu hoffen, sondern konnte sich bewusst dafür entscheiden. Eine Entscheidung, die, bedingt durch die zunächst 123-jährige Phase der St
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Headline: Guter Beitrag, schwacher Rest: „Fazit“ im Deutschlandfunk über unsere Ausstellung „Beim Namen genannt“.

„Die politische Führung in Polen arbeitet seit Jahren daran, die Geschichtserzählung des Landes zu glätten, vor allem was den Zweiten Weltkrieg betrifft. Jüngstes Beispiel ist eine Ausstellung in der Warschauer Innenstadt, die heute eröffnet wurde. Es geht um polnische Judenretter, in denen die Regierungspartei PiS gerne die Heldenrolle hervorhebt, um eine Diskussion über Kollaboration mit den deutschen Besatzern zu unterbinden. Wie sich das dann in einer Ausstellung und deren Eröffnung darstellt, schildert Florian Kellermann.“ sagt Marietta Schwarz in der Einführung zu Florian Kellermanns Beitrag über die vorgestrige Eröffnung unserer neuen Ausstellung „Beim Namen genannt“.

Eigentlich würde man diesen DLF-Beitrag gerne lobend hervorheben wollen, denn der Autor hat sich merkbar viel Mühe gemacht, war bei der Eröffnung der Ausstellung „Beim Namen genannt“ dabei, hat sich mit dort mit den Familien und Nachfahren von Pol*innen, die für Judenrettung ermordet wurden, einfühlsam unterhalten und damit der deutschen und europäischen Öffentlichkeit ein wichtiges Stück Geschichte nähergebracht, welches in den gängigen Narrativen und der gesellschaftlichen Wahrnehmung der polnischen Geschichte im XX Jahrhundert fehlt.

Eigentlich.

„Es geht um polnische Judenretter, in denen die Regierungspartei PiS gerne die Heldenrolle hervorhebt, um eine Diskussion über Kollaboration mit den deutschen Besatzern zu unterbinden. Wie sich das dann in einer Ausstellung und deren Eröffnung darstellt…“.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob man überhaupt noch über polnische Judenretter sprechen kann, ohne sich mit dem Vorwurf, man würde sie lediglich politisch instrumentalisieren wollen, konfrontiert zu sehen. Oder ist historische Forschung, die diese dramatischen, heldenhaften und zugleich jahrzehntelang von der Bildfläche verschwundenen Schicksäle aus der Ver
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Headline: Aktuell findet die Eröffnung unserer neuen Ausstellung „Beim Namen genannt“ ( auf Polnisch "Zawołani po Imieniu") im neuen Ausstellungsraum des Pilecki-Instituts in Warschauer Stadteil Krakowskie Przedmieście statt.

An der Eröffnung nimmt u.a. der deutsche Botschafter in Polen, Arndt Freytag von Loringhoven, teil, der sich vor der Eröffnung mit den Familien und Nachfahren von Polen traf, die für die Rettung von Juden während des Zweiten Weltkriegs ermordet wurden. Seine Rede begann er mit einer Beteuerung, dass er heute persönliche Worte finden wolle, da ihm das Thema sehr naheliegt und die Barbareien des deutschen Besatzungsregimes niemals vergessen werden dürfen, man müsse das Wissen über die polnischen Opfer verbreiten und im gesellschaftlichen Bewusstsein verankern, betonte der Botschafter. Die Schaffung einer Gedenkstätte für die polnischen Opfer der deutschen Besatzung in Berlin genieße seine volle Unterstützung und die heute eröffnete Ausstellung des Pilecki-Instituts halte er für sehr wichtig und notwendig.
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Headline: The End of Worlds? Totalitarian Regimes and the End of Multicultural Communities in Eastern Europe"

Thursday, 01.10.2020, 18.00 | Online discussion | Marek Cichocki, Gerhard Gnauck and Ewa Thompson | Moderator: Hanna Radziejowska

Languages: English, German and Polish

Register here: https://bit.ly/2Ezd5i3

A common modern view is that today’s Polish identity consists of two components: the ethnically homogeneous core and the Catholic faith. It is no wonder, then, that when Poles talk about their identity and nation today, such images are inevitably called to the listener’s mind. And yet there is a paradox: According to Prof. Adam Zamoyski, a purely ethnic definition of Poland is essentially a remnant of Stalinism. This means that it was forcibly introduced from the outside and is also very recent.

In a search for roots – a kind of “archeology of Polishness”, to paraphrase Michel Foucault – one quickly realizes that the classic, original definition of Polishness has little in common with its post-Yalta variant; the former was fed by multicultural development over several centuries, a political-republican idea of the nation (similar to the American definition) and an internalized, culturally-shaped concept of the nation.

Whosoever desired to be Polish did not have to leave their fate in the hands of fortune and wish for Polish ancestors, but could make a conscious choice, a decision that – given the extraordinairy circumstances resulting in 123-years of statelessness, followed by the war and Communist rule after a short interlude in the 2nd Polish Republic – took the form of a kind of “declaration of accession” to the Polish system of values and cult
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Headline: Getötet für eine Scheibe Brot.

Die Familie Lubkiewicz zählt auch zu den „Beim Namen genannten" . Unsere gleichnamigen Ausstellung in Warschau widmet ihr eine Station.

Die Familie Lubkiewicz, Leon, Marianna und ihre Söhne Stefan und Stanisław, besaßen eine Bäckerei und gaben immer wieder Brot ab, um den sich in der Nähe versteckenden, aus Ghettos oder Massentransporten nach Treblinka geflüchteten Jüd*innen zu helfen. Am 13. Januar 1943 wurden zwei Jüd*innen, Czapkiewicz und Elizówna, von NS-Polizeitrupps festgenommen und vor Ort erschossen. Diese hatten mehrere Scheiben Brot bei den Jüd*innen gefunden und stürmten danach direkt das Haus der Lubkiewicz Familie. Alle wurden festgenommen, stundenlang verhört, gefoltert und schließlich ermordet.

Mehr kann man bei einem Besuch unserer Ausstellung „Beim Namen genannt“ in Warschau erfahren. Hier ist außerdem auch noch ein Gespräch mit der Zeitzeugin Grażyna Olton. Leon und Marianna Lebkiewicz waren ihre Großeltern: https://youtu.be/xlBOJDlHGVw
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106 Days

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Headline: "Im Labyrinth von Politik und Erinnerung. Der Hitler-Stalin Pakt" lautete der Titel der ersten Diskussion, welche den Auftakt für unsere diesjährige zusammen mit dem European Network Remembrance and Solidarity und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin organisierte Diskussionstrilogie "When did the II World War begin and when did it end?" bildete.

Die drei Diskussionen, die in diesem Rahmen stattfanden, bezogen sich auf die Gegebenheiten, die mit jeweils drei historischen Schlüsseldaten verbunden sind: dem 23. August, dem 1. September und dem 17. September. Ferner ging es darum, wie über den Hitler-Stalin Pakt, den deutschen Überfall auf Polen am 01.09.1939 und den sowjetische Einmarsch in Polen in den jeweilligen Errinerungskulturen reflektiert wird.
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Headline: Heute ist der 80. Jahrestag der Abriegelung des Warschauer Ghettos durch eine drei Meter hohe, 18 Kilometer lange und 3,07 Quadratkilometer umfassende Mauer, die mit Stacheldraht versehen wurde.

Unmittelbare Folge: 30% der Warschauer Bevölkerung mussten unter brutalsten Verhältnissen auf 2,5% des Stadtgebiets miteinander auskommen. Sowohl die Kosten für den Bau als auch die Sicherung mussten sie selbst tragen. Die langfristigen Folgen waren aber noch viel schlimmer.

Das Warschauer Ghetto, welches in den Dokumenten der deutschen Behörden und Ämter häufig auch als „Jüdisches Wohnbezirk in Warschau“ bezeichnet wurde, wurde während des Zweiten Weltkriegs vom deutschen NS-Regime für polnische Juden errichtet. Es war natürlich nicht das einzige Lager dieser Art, es war aber das mit Abstand größte.

Wo befand es sich genau? Mitte 1940 wurde es im Stadtzentrum Warschaus errichtet, im Stadtteil Wola ungefähr zwischen dem Danziger Bahnhof, dem alten Hauptbahnhof Warszawa Główna und dem Jüdischen Friedhof.

Im Warschauer Ghetto wurden 400.000 Menschen eingeschlossen und überwacht. Unterversorgung, Diskriminierung und Gewalt waren omnipräsent und von den Machern des Ghettos gewollt. Im Juli 1942 begannen die ersten Deportationen von Juden aus dem Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka.

Bis zum 21. Juli 1942, also dem Beginn der Deportationen, starben knapp 100.000 Menschen, etwa ein Viertel des Ghettos, an den Folgen von Hunger, Krankheiten wie Fleckfieber oder Tuberkulose und der Willkür der Lagerfunktionäre.

Die Errichtung des Warschauer Ghettos und der grausame Alltag darin waren fest eingeplant und größtenteils frei von Spontaneität, Zufall oder Eigendynamik. Davon zeugt u.a. eine makabre Szene, die der englische Völkerrechtler, Anwalt und Buchautor Philippe Sands in seinem Buch „Rückkehr nach Lemberg“ schildert.

Der ständige Stellvertreter des Generalgouverneurs Hans Frank war gerade von der Wannsee-Konferenz zurückgekommen u
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87 Days

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Headline: Heute ist der 80. Jahrestag des Abriegelung des Warschauer Ghettos durch eine drei Meter hohe, 18 Kilometer lange und 3,07 Quadratkilometer umfassende Mauer, die mit Stacheldraht versehen wurde.

Unmittelbare Folge: 30% der Warschauer Bevölkerung mussten unter brutalsten Verhältnissen auf 2,5% des Stadtgebiets miteinander auskommen. Sowohl die Kosten für den Bau als auch die Sicherung mussten sie selbst tragen. Die langfristigen Folgen waren aber noch viel schlimmer.

Das Warschauer Ghetto, welches in den Dokumenten der deutschen Behörden und Ämter häufig auch als „Jüdisches Wohnbezirk in Warschau“ bezeichnet wurde, wurde während des Zweiten Weltkriegs vom deutschen NS-Regime für polnische und deutsche Juden errichtet. Es war natürlich nicht das einzige Lager dieser Art, es war aber das mit Abstand größte.

Wo befand es sich genau? Mitte 1940 wurde es im Stadtzentrum Warschaus errichtet, im Stadtteil Wola ungefähr zwischen dem Danziger Bahnhof, dem alten Hauptbahnhof Warszawa Główna und dem Jüdischen Friedhof.

Im Warschauer Ghetto wurden 400.000 Menschen eingeschlossen und überwacht. Unterversorgung, Diskriminierung und Gewalt waren omnipräsent und von den Machern des Ghettos gewollt. Im Juli 1942 begannen die ersten Deportationen von Juden aus dem Ghetto in das Vernichtungslager Treblinka.

Bis zum 21. Juli 1942, also dem Beginn der Deportationen, starben an den Folgen von Hunger, Krankheiten wie Fleckfieber oder Tuberkulose und der Willkür der Lagerfunktionäre knapp 100.000 Menschen, welche etwa ein Viertel des Ghettos ausmachten.

Die Errichtung des Warschauer Ghettos und der grausame Alltag darin waren fest eingeplant und größtenteils frei von Spontaneität, Zufall oder Eigendynamik. Davon zeugt u.a. eine makabre Szene, die der englische Völkerrechtler, Anwalt und Buchautor Philippe Sands in seinem Buch „Rückkehr nach Lemberg“ schildert.

Der ständige Stellvertreter des Generalgouverneurs Hans Frank war gerade von der Wann
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84 Days

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Headline: Home Sweet Home: Heute ist der 102. Jahrestag der polnischen Unabhängigkeit

Wo gehen wir denn hin? fragte mal Friedrich von Hardenberg alias Novalis und antwortete daraufhin: Immer nach Hause. Für die Polen war diese Antwort 123 Jahre lang nicht möglich, weil sie zu der Zeit allenfalls ein rein physisches Zuhause besaßen.

1772, 1793 und 1795 teilten die Nachbarländer Russland, Österreich und Preußen die Erste Republik schrittweise unter sich auf. Was folgte, war nicht nur der Schmerz und die Nostalgie nach dem verloren gegangenen eigenen Staat, sondern auch von praktisch allen drei Besatzungsregimen eingeleitete brutale kulturpolitische Maßnahmen, die der polnischen Kultur und Sprache ein Ende setzen sollten. Ihnen schlugen jedoch im Untergrund organisierte Widerstandsbewegungen zur Erhaltung des Polentums entgegen.

Als in Folge des I. Weltkriegs ein Machtvakuum entstand, kam Polen Jozef Pilsudzkis strategisches Kalkül zugute. Zunächst mit seinen polnischen Legionen an der Seite der Mittelmächte kämpfend, erkannte er früh, dass sich das Blatt wendet, weswegen er ihnen dann befahl, der Armee des Deutschen Reichs nicht mehr den Fahneneid zu schwören. Kämpfte er noch 1915 an der Seite von Österreich-Ungarn und Deutschland, infolge dessen das vorher von Russland regierte Königsreich nun von der russischen Besatzerherrschaft befreit war, zeigte er sich dann als ein entschiedener Gegner der Einberufung polnischer Soldaten in die Armeen der Mittelmächte. Die Revolution in Russland tat ihr übriges und natürlich auch Woodrow Wilsons Engagement für das Selbstbestimmungsrecht der Völker, sein 14-Punkte Programm, mit dem 13. Punkt, welcher eben einen unabhängigen polnischen Staat vorsah.

Die Entstehung der Zweiten Republik war aber nicht nur aus militärisch-strategischer Sicht ein riesiger Kraftakt. Denn jetzt ging es darum, drei administrativ, logistisch und rechtlich voneinander völlig unabhängige Gebiete zu vereinen. Weite Teile des Landes, gerade dort, wo vorher I
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74 Days

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Headline: Doppelt frei. Die Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens ging mit der Einführung des allgemeinen Frauenwahlrechts im Jahre 1918 einher.

Die Polinnen hatten sich als eine der ersten in Europa das Frauenwahlrecht erkämpft, denn vorher hatten dies nur die Finninnen (1906), die Norwegerinnen (1913) sowie die Isländerinnen und Däninnen (1915) erreicht.

Deswegen bei uns heute die Premiere von "Podwójnie Wolne" ("Doppelt frei") - die Kurzfassung dieser Doku, die vom Pilecki-Institut produziert wurde, haben wir bei Youtube mit deutschen Untertiteln versehen.

Noch in der Ersten Republik, der sog. Polnischen Adelsrepublik, basierte das Wahlrecht auf Eigentumskriterien und der Zugehörigkeit zum jeweiligen Stand. Frauen, die Steuern zahlten, konnten also an Wahlen teilnehmen. Dies änderte sich jedoch rapide nach der Teilung Polens, so wurde dieses Wahlrecht beispielsweise im preußischen Teilungsgebiet durch die Reformen des Reichsfreiherrn vom und zum Stein aufgehoben.

Doch die 123 Jahre lang dauernde Teilung Polens brachte auch noch andere Veränderungen und Herausforderungen für Frauen mit sich. Im russischen Teilgebiet durften Frauen an der russifizierten Warschauer Universität nicht studieren, im preußischen Teilgebiet gab es ohnehin keine Unis. Im autonomen Galizien ließen Ende des XIX Jahrhunderts gerade mal zwei Fakultäten – Medizin und Jura - Frauen zu.

Neben den fehlenden Bildungsmöglichkeiten wurden Frauen auch im Zivilrecht diskriminiert, welches die Besatzungsmächte an den Napoleonischen Kodex anpassten, sodass Frauen u.a. rechtsunfähig und nur sehr beschränkt geschäftsfähig waren.

In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts kamen deswegen Warschauer Positivist*innen zusammen, um eine Bildungsreform zu konzipieren und eine Reform des Zivilkodex zu fordern. Jadwiga Szczawińska-Dawidowa initiierte die erste sog. Fliegende Universität für Frauen. Der Name rührt daher, dass solche Unis keine feste Niederlassung hatte
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71 Days

Heat: 953
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Headline: "Ohne Heute gäbe es morgen kein Gestern" lautete der Titel eines beliebten Buchs.

Mit unserer neuen Artikelreihe "Perspectives on the 20th Century" wollen wir auf Verflechtungen von Vergangenheit und Gegenwart aufmerksam machen.

Relativ kurz gehaltene, der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewidmete Stücke treffen hier auf Stimmen und Perspektiven aus zeitgenössischen Debatten, die den aktuellen geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand abbilden. Auf aktuell stattfindenden Forschungsprojekten basierend, sollen die hier veröffentlichten Artikel – mit ihrer moderaten Länge und der Abwesenheit von Fußnoten – eine offene Plattform für den kritisch-wohlwollenden Gedankenaustausch schaffen.

Den Auftakt bilden zwei Artikel:

"Debattierende Demokratie: Die Werte der Solidarność" von Mateusz Fałkowski

Und

"Jews, Poles and Germans in Węgrów. A Voice in the Discussion on the German Occupation of Poland" von Hanna Radziejowska.
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Headline: Open Call: Exercising Modernity - The 3rd Edition of our Polish-German-Israeli Project!

It's that time of year again - Christmas is knocking at our doors as is New Year's Eve and... the start date of another edition of Exercising Modernity is approaching fast!

We've just launched the Open Call for the third edition of Exercising Modernity Academy, a Polish-German-Israeli project fostering intellectual and artistic exchange. We'd like to invite you to take part in a journey which is at the same time deeply grounded in history as well as focused on the big challenges that are brewing for the future. This year's edition will be devoted to the various ways in which modernities across the world have envisioned the future — with its new man and woman, its new society, new ways of life and a new everyday order.

Below you will find all relevant information. We look forward to receiving your application!

Exercising Modernity. We were/are the Future. A Polish-German-Israeli project fostering intellectual and artistic exchange Deadline: 20.12.2020, 8 PM

You will find all relevant information here: http://exercisingmodernity.com/en/edycja-2021/

#modernité #modernity #exchange #poland #germany #israeli #exercising #exercisingmodernity #letsdothis #letsdoitagain #strongertogether #together #gdynia #berlin #telaviv #warszawa #architecturelovers #architecture #architecturestudent #modernism #opencall #opencallforartists #opencallforartist #scholarship #scholarships #scholarshipopportunities #epluribusunum #diversity #travel #travelforfree
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70 Days

Heat: 940
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Headline: Sensationelle neue Fakten nach 80 Jahren: Der polnische Generalkonsul in Istanbul Wojciech Rychlewicz rettete durch die Ausstellung gefälschter Dokumente ca. 5000 Menschen aus Polen, größtenteils Juden, das Leben: https://www.israelhayom.com/2020/12/11/the-angel-from-istanbul/

Vor einer Woche, am 04.12, war der Jahrestag der Errichtung der Żegota, dem Rat für die Unterstützung von Juden, welche unter der Schirmherrschaft der polnischen Exilregierung agierend, tausende von polnischen Juden rettete.

Gestern hingegen war der Jahrestag der sog. "Raczynski Notiz", der erste offizielle Bericht über den Holocaust, welcher als offizielle diplomatische Notiz der polnischen Exilregierung an die Außenminister der Alliierte verschickt wurde, um die westliche Öffentlichkeit wachzurütteln.

Dank des heute in der israelischen Tageszeitung Israel Hayom veröffentlichen Artikels von Eldad Beck erblickt nun ein wichtiges weiteres Kapitel dieser Geschichte das Licht der Öffentlichkeit: Die Rettungsaktion des polnischen Generalkonsuls in Istanbul Wojciech Rychlewicz.

Woher wissen wir über die ganze Aktion? Und warum erst jetzt?

Dass dieser weiße Fleck der Geschichte nun endlich aufgearbeitet wurde und in unseren Wissenskanon über den Zweiten Weltkrieg aufgenommen werden kann, verdanken wir in erster Linie Dr. Bob Meth - einem bekannten jüdischen Aktivisten und Community Organizer in Los Angeles. Jahrelang ließ ihn eine Frage nicht los: Wer hat im Zweiten Weltkrieg seiner Mutter, seinem Opa und anderen Verwandten gefälschte Dokumente ausgestellt und damit ihr Leben gerettet?

Die Antwort fand er schließlich i
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